Tekken 6 Review

Bereits seit mehr als zehn Jahren begeistert Namco die Prügelspielliebhaber neben Soul Calibur mit ihrer erfolgreichen Kampfspielserie Tekken.
Zum ersten Mal wagt die Serie jedoch ihren Sprung auf eine andere Plattform, ein strategisch guter Vorsatz, welchen die Xbox-Spieler unter uns doch recht erfreuen dürfte.
Doch was genau macht ein Tekken 6 aus? Wir haben dieses Spiel unter die Prügelhaube genommen.

Story:
Jin Kazama, Enkel von Heihachi, Sohn von Kazuya sowie der Rivale beider, reist sich im 5. Teil der Serie die Macht der Mishima Zaibatsu an sich,
nachdem er Jinpachi Mishima, der Seine Seele an den Teufel verkaufte und das 5. King Of The Iron Fist Tournament ins Leben rief, besiegte.
Durch die große Streitmacht entsteht aber eine Bedrohung für die gesamte Menschheit, da seine Legionen mit Propaganda und manipulativen Handlungen Kriege auf dem ganzen Globus ausrichten.
Die Mishima Zaibatsu erklärt sich selbst, auf Grund der Unruhen zwischen den Weltgrößten Nationen, daraufhin zu einer unabhängigen Nation.
Einzige Hoffnung der Menschheit scheint die sogenannte G-Corporation, welche von Kazuya angeführt wird.
Neben der G-Corp. existiert aber auch eine Rebellengruppe. Diese wird geführt von Lars Alexanderson, dessen Rolle man im Kampangenmodus übernimmt.
Kazuye setzt auf Jin ein immenses Kopfgeld aus an denjenigen, der ihn lebendig ausliefert.
Die perfekte Gelegenheit sich beim bereits angekündigten “King of the Iron Fist Tournament 6″ einen Namen zu machen.

Gameplay:
Wie zuvor wird auch im 6. Teil der Serie auf die Individualität der Charaktere gesetzt. Jeder einzelne agiert in seinem eigenen Kampfstil,
was sich im Spiel selbst schnell bemerkbar macht. Bei einer Auswahl von über 40 Charakteren ist auch kein Streetfighter oder Mortal Combat gewappnet.
Neben den alten Veteranen, unter anderem Yoshimitsu, Nina, Heihachi oder Jack (mittlerweile Jack 6 ;-) ),
stehen auch neue Kämpfer zur Auswahl. Ganz besonderes Augenmerk natürlich auf Lars und Alisa Boskonovitch, welche die Hauptrolle in der Geschichte übernehmen.
Neben den zahlreichen Charakteren kennt auch die Anzahl an Moves und Tastenkombinationen kein Ende.
Für die eher weniger gewandten Spieler ist neben der Ausführung von genausten Combos das Buttonsmashing eine lustige aber leider auch manchmal effiziente Variante des Spielens, aber zum Glück trennt sich da die Spreu vom Weizen, wenn ein Alter Hase, der sich mit seinem Pad in der Hand auskennt doch gegenüber einem Neuling behaupten kann.
Neu hier ist der sogenannte Zorn, welcher sich bei weniger als ca. 15% der Lifebar aktiviert. Dieser lässt euch dann mit doppeltem Schaden angreifen.
Eine weitere Neuerung bietet die Gestaltung der einzelnen Charaktere,
lassen sich neben Aussehen, Frisur, Kleidung und Accessoires auch Effekte, welche  den Charakter stärken, für die Kampange einstellen (gegen Credits natürlich).
Zwar gibt es bezüglich des Gameplays beim 1 on 1 keine großen Mängel zu beklagen, doch der Kampangenmodus spricht da aber eine ganz andere Sprache.
Schlechte Kameraposition, ungenaue Steuerung sowie ein schwammiges Combosystem erschweren doch jedem Spieler die Mission mehr als die eigentlichen Gegner.
Da nützt einem auch nicht der Vorteil eines aufrüstbaren Charakters.

Präsentation:
Detailreiche Umgebungen lassen die Szenerie beim 1on1 sehr lebendig wirken, neben Objekten im Hintergrund gibt es mittlerweile sogar Getier welches sich auf der Stage befindet. (Diese lassen sich auch auf äußerst amüsante Art und Weise von der Stage “entfernen” xD )
Auch bei den Charakteren Selbst lässt sich da nicht bemängeln, sind die Texturen doch sehr detailliert, die Lichtreflexionen passen und kommen nicht übertrieben rüber und die Bewegungen sind plausibel genug sie als Kampftechnik erkennbar zu machen ;-) .
Makel hier ist aber wieder der Storymodus. Textur- und Objektarme Landschaften prägen hier das Bild des Geschehens,
viele Effekte werden noch als 2D Animation wiedergegeben, was für ein Next-Gen-Geprügel einfach veraltet ist.
Die Zwischensequenzen jedoch können da noch ein wenig begeistern. Diese sind schön ansehlich und gut inszeniert.
Die Musik im Spiel ist einfach nur erste Sahne, zu jeder Stage der passende Titel, rasant und actionreich.
Die Synchronisation der einzelnen Kämpfer ist in Originalsprache gehalten (Englisch, Japanisch) was zwar anfangs authentisch wirkt,
aber es fällt doch schnell auf wie Paradox es eigentlich klingt, wenn ein japanisch sprechender Charakter sich mit einem Engländer in der Zwischensequenz unterhält
und auf wundersame Art sich beide ohne Probleme verstehen können.
Die Geräuschkulisse lässt auch nichts zu wünschen übrig. Seien es Gadgets, Umgebung oder das Zu-Boden-Fallen des gegnerischen Spielers.
(Ich persönlich mag seltsamerweise den Soundeffekt wenn ein Spieler den Zorn aktiviert xD ).

Multiplayer:
Zu diesem Thema gibt es nicht viel zu erläutern.
Empfehlenswert ist nur die Finger vom Onlinespiel zu lassen, da zu lange Wartezeiten sowie Ruckelhaftes Gameplay den Spielspaß erheblich beeinflussen.
Aber beim heimischen Zocken mit einem guten Zimmergenossen steht einem nichts im Wege, gute Laune ist da garantiert.
Eine neuerung neben dem Onlinegaming bietet Tekken im Kampangenmodus der sich dieses Mal mit zwei Spielern koop spielen lässt.

Unser Fazit:
Also das einzige was zu hoffen bleibt neben einem schnelleren Onlinemodus ist eine Vernünftige Kampange, welche im 6. Teil doch schwer zu enttäuscht.
Aber dennoch ist Tekken auf der Xbox 360 sowie auf der PS3 ein wunderbares Beat’em Up Game, das sich sehen lassen kann.
Mit konstanter Framerate im 1 on 1 sowie flüssigem und zuverlässigem Gameplay eine echte Empfehlung für Kampfspieler und ein absolutes Muss für die Tekken-Veteranen unter uns.
Doch was macht diese Serie eigentlich aus? Soul Calibur  konnte die Welt schon überzeugen, doch Tekken 6 strahlt förmlich mit einer Kämpferriege so groß wie noch nie, abwechlungsreichen Kampfstilen und realistischer Animationen sowie kleiner Details verteilt im ganzen Spiel.
Im großen und ganzen ist Tekken 6 ein gutes Kampfspiel, aber leider bei Weitem noch kein Super Street Fighter II.

[von Martin Isengard]

Gesamt 8.1 Story
-Die Geschichte dient eher als Alibi für die  Kampagne, erfüllt jedoch ihren Zweck.
7.0
Präsentation
-Guter Soundtrack, passende Geräusche und eine optische Darstellung die jederzeit flüssig bleibt erfreuen das Spielerherz.
8.5
Gameplay
-Viele Tastenkombinationen, die exakt augeführt werden müssen, trennen die Spreu vom Weizen
7.0
Multiplayer
-Der Onlinemultiplayer enttäuscht mit Lags, der Offlinemultiplayer erfreut dagegen sogar mit einem Koopmodus
8.5

Unser Bewertungssystem findest du hier.

Teilen


News einsenden