Nachdem Resident Evil 5 nun schon sein 1-Jähriges Bestehen feiern darf, hat Capcom endlich die letzten grauen Flecken der Story beseitigt. Mit dem ersten DLC „Lost in Nightmares“ also „In Albträumen verloren“ wird dem Spieler die Möglichkeit gegeben einen Einblick auf die blutrünstigen Geschehnisse in der Bösewichtvilla von Umbrella Mitbegründer Ozwell E. Spencer zu erlangen und es wird endlich Licht ins Dunkel gebracht, was genau passiert ist bevor sich am Ende Chris Redfields Partnerin Jill Valentine mit dem Ur- Schurken Albert Wesker aus dem Fenster stürzt.
In „In Albträumen verloren“ spielt man genau den Abschnitt weiter, von dem Chris Redfield in Resident Evil 5 Sheva erzählt, wie er seine Partnerin Jill Valentine in der Spencer Villa verloren hat. Man spielt also praktisch Chris‘ Rückblick der damaligen Geschehnisse.
Zusätzlich zu der Story erhält man 2 neue Figuren, mit denen man im erweiterten Söldner- Modus “Söldnertreffen” wieder fröhlich auf Zombiejagd gehen kann.
Story
Wer das Hauptspiel gespielt hat, der weiß eigentlich schon wie es ausgeht, aber dieser Downloadcontent zielt ja auch nicht darauf ab, wie es endet, sonder was dazwischen passiert.
Das Abenteuer startet mit einer kleinen Videosequenz nach der man sich als BSAA Agent Chris Redfield zusammen mit seiner Partnerin Jill Valentine in der großen Haupthalle der Spencer Villa findet und wo auch schon gleich die düstere Story beginnt. Hier stellen sich bei richtigen Resident Evil Fans schon die Nachkenhaare, da spätestens jetzt Erinnerungen an das erste Abenteuer im Arklay Anwesen aufkommen.
Anhand einiger kleiner Rätsel in altbekannter Resident Evil Manier und etlichen Tagebüchern die ihr findet, deckt ihr nach und nach die kranken und monströsen Schrecken von Ozwell E. Spencer auf, um ihn schließlich, wie schon im Hauptspiel gezeigt, nach wenigen und ziemlich einseitigen Gegnern, tot in seiner Bibliothek zu finden zusammen mit seinem Vollstrecker und Vollzeitbösewicht Albert Wesker, gegen den ihr dann natürlich antreten müsst, um Jill’s Schicksal zu besiegeln.
Gameplay
Dieser DLC bietet für geübte Resident Evil Zocker einen Spielspaß von ca. einer Stunde. Die Spielzeit wird natürlich durch die individuelle Sterberate beeinflusst, die durch die drei möglichen Schwierigkeitsstufen verursacht wird. Die Anzahl an Gegnern ist ebenfalls abhängig vom Schwierigkeitsgrad. Wobei alle drei eines gemeinsam haben: Es mangelt etwas an Gegnern.
Auch an der Steuerung wurde nichts geändert, man schießt, boxt und kickt die mutierten Gegner genauso wie im Hauptteil weiter.
Präsentation
Die Grafik ist nicht unbedingt erwähnenswert, da der DLC genauso gestaltet worden ist wie das Hauptspiel, sprich die Grafik ist weder bedeutend besser noch merklich schlechter. Allerdings erinnert „ Lost in Nightmares“ stark an das erste Resident Evil Spiel wegen der gewohnten Mansion Atmosphäre und es besteht die Möglichkeit die Blickwinkelperspektive zu ändern, wenn man sich bei der Untersuchung der Eingangstür ordentlich Mühe gibt, sodass die Ansicht wie bei den alten Spielen ist.
Um das Gefühl zu verstärken, dass man sich in einer verlassenen Villa befindet, wurde größtenteils auf musikalische Untermalung verzichtet (es sei denn ein Gegner ist im Anmarsch) und man hat sich auf realistische Hintergrundgeräusche konzentriert. Das heißt Schritte, Stimmen und andere Geräusche wie das Nachladen der Waffe, das Verschieben von Objekten oder das Echo in großen Räumen hören sich ziemlich echt an. Allgemein ist das Spiel also nicht nur von der Grafik sondern auch vom Ton her eher an das erste Game angelegt.
Multiplayer
Wie auch im Hauptspiel kann man die Story nicht nur alleine sonder mit einer weiteren Person im Split- Screen durchspielen, beziehungsweise auch per Online-Coop.
Außerdem wird das Spiel um den Modus „Söldnertreffen“, in dem euch zwei neue Figuren erwarten, erweitert. Von nun an könnt ihr top gestylt und in Designerklamotten als Excella Gionne durch die Levels stöckeln oder mit dem altbekannten S.T.A.R.S. Mitglied Barry Burton kopfzerbrechende Kopfnüsse verteilen. Beide Charakter sind mit neuen Waffen ausgerüstet mit denen ihr euch den Weg durch die Zombies ballern könnt um völlig gnadenlos ordentlich Punkte abzustauben. Auch hier kann wieder on- und offline dem Zombiejagen gefrönt werden.
Fazit
Nach ausführlichem Testen bin ich der Meinung, dass „In Albträumen verloren“ eine gelungene Erweiterung für das Hauptspiel ist, die man sich als Fan der Resident Evil Reihe auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Wer sich für die Hintergründe um das Ende/Verschwinden von Jill Valentine interessiert und wer genau wissen möchte, warum Wesker sich à la „Matrix“ bewegt, für den hat diese Zusatzstory schon ein paar interessante Sachen zu bieten, allen voran natürlich, dass es die Lücken der Story schließt.
Und auch die Fans, deren Herzen für den „Söldner“-Modus schlagen, kommen voll auf ihre Kosten, da ja in diesem DLC- Paket auch noch 2 neue Charakter für eine nette Runde „Das Söldnertreffen“ mitgeliefert werden.
Das Einzige was ich mir noch gewünscht hätte: Wenn man schon das altbewährte Flair des ersten Spiels aufgreift, wäre auch noch ein bisschen Platz für mehr Zombies und vielleicht den ein oder anderen zähnefletschenden Zombiehunde gewesen.
Nichts desto trotz habe ich den Einsatz von 400 Microsoft Points nicht im Geringsten bereut und betrachte es als lohnende Investition. Mit „In Albräumen verloren“ bietet Capcom einen gelungen Spielspaß, dessen Preis- Leistungsverhältnis mehr als ok ist.
[von Christina Leist]
| Gesamt 8.9 | Story -spannend und mit vielen Hintergrundinfos durch Textdokumente |
9.0 | |
| Präsentation -großartige Präsentatuin und mit das beste, was die Xbox 360 zu bieten hat |
9.1 | ||
| Gameplay -der schnelle Stil des Hauptspiels wird eingetauscht gegen einen Stil der dem ersten Teil nahe kommt |
8.9 | ||
| Multiplayer -Der Koop-Modus erfreut all jene die mit der KI unzufrieden sind und neue Figuren bei den Söldnern sorgen für Motivation |
9.5 | ||
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