Photo Dojo Review

Nintendo will Dank der Nintendo DSi Kamera den Spieler zur Spielfigur machen und ihn ordentlich austeilen lassen. Kann Photo Dojo in unserem Testkampf bestehen oder kassiert es Prügel?

Zugegeben: Wer Photo Dojo im DSiWare – Shop findet kann sich zunächst wenig darunter vorstellen, aber der attraktive Preis von 200 Points und die Beschreibung helfen dem unentschlossenen Schnäppchenjäger bei der Entscheidung es trotz aller Zweifel herunterzuladen.
Startet man das Spiel zum ersten Mal macht sich Ernüchterung breit: Man hat nur die Möglichkeit einen Kämpfer zu erstellen, denn ein Kampf ohne Spielfigur funktioniert nicht. Das ist eigentlich auch schon der größte Kritikpunkt an Photo Dojo: Es werden keine vorgefertigten Figuren geboten und das Spiel ist nicht gerade umfangreich. Hat man einen Kämpfer erstellt kann man gegen 100 Gegner antreten bis man sie besiegt hat oder bis dem Kämpfer die Puste ausgeht. Ansonsten gibt es noch einen Zweispielermodus am selben Gerät, doch dazu später mehr.
Wer sich davon nicht abschrecken lässt lernt nun die Stärke von Photo Dojo kennen: Einen Kämpfer erstellen. Dazu sind 13 Bilder inklusive Kampfposen notwendig sowie die Aufnahme von zehn Sprüchen. Besonders in Gesellschaft ist es furchtbar witzig für die Fotos herumzuposieren oder alberne Sprüche ins Mikrofon zu brüllen. Kreative Geister können sich stundenlang damit beschäftigen und mit ein wenig Hilfe die Schmusekatze oder ein Kuscheltier zur Spielfigur verwandeln. Darüber hinaus muss man auch seine eigenen Arenen erstellen, sprich fotografieren. Die Eldin-Brücke aus Zelda: Twilight Princess, oder die Hand des besten Freundes – alles kann zur Arena werden.

Gameplay:
Die Kämpfe sind eher simpel gehalten und jeder Kämpfer verfügt über vier verschiedene Attacken vom Schlag bis zum obligatorischen Energieball sowie über eine Spezialattacke, die bei geringer Lebensenergie einmal eingesetzt werden kann. Dabei werden die normalen Attacken durch einen Druck auf die Schlagtaste (A,B,X,Y,L,R – haben alle den selben Effekt) plus eine Richtungstaste ausgelöst. Die Spezialattacke und Verspottungen werden über einen Druck auf den Touchscreen ausgeführt.

Präsentation:
Die Präsentation von Photo Dojo allgemein zu bewerten ist schwierig, weil es darauf ankommt was der Spieler daraus macht. Die Menüs wirken aufgeräumt und ein netter Einfall ist, dass auf dem Titelbildschirm alle bisher erstellten Kämpfer zu sehen sind. Ansonsten werden von Photo Dojo noch eine Hand voll Musikstücke für die Kämpfe mitgeliefert, die man aber getrost als Hintergrundgedudel bezeichnen kann und nicht der Rede wert sind. Die Bewegung der Kämpfer sind auf Grund der Natur des Spiels nicht so geschmeidig wie etwa in Street Fighter sondern wirken eher wie eine Mischung aus „Game and Watch“ und Pappaufstellern. Dafür sind die Spezialattacken gut in Szene gesetzt und werden einige Lacher aus den Spielern und Zuschauern herauskitzeln können.

Multiplayer:
Erfreulicherweise können sich zwei Spieler denselben Nintendo DSi benutzen um gegeneinander zu Kämpfen – was bei der Einfachheit der Steuerung auch kein Problem ist. Dazu steuert Spieler 1 seinen Kämpfer mit dem Steuerkreuz und greift mit dem L-Knopf an. Spieler 2 benutzt die Knöpfe A,B,X,Y um seinen Kämpfer zu steuern, was auch sehr gut funktioniert und greift mit dem R-Knopf an. Dieser Modus macht natürlich auch am meisten Spaß wenn man einige Leute um sich hat, die sich an dem Spektakel erfreuen und selbst Hand anlegen möchten.

Fazit:
Photo Dojo bietet wenig Inhalt und hier kommt der Käufer ins Spiel (wortwörtlich!): Wer sich dafür begeistern kann eigene witzige Figuren, sowie Arenen zu erstellen und Sprüche zu klopfen ist bei Photo Dojo goldrichtig und wer das ganze in Gesellschaft macht hat nochmal soviel Spaß. Kleines Manko hierbei ist, dass nur acht Kämpfer und acht Arenen gespeichert werden können. Wer ein ausgewachsenes Kampfspiel sucht ist bei Photo Dojo falsch und wird eher im Wii-Shop fündig. Für 200 Nintendo Points bietet Photo Dojo jedoch viele unterhaltsame Momente und darauf kommt es letztendlich an.

[Von Markus Bürster]

Gesamt 7.9 Story
-keine
x.x
Präsentation
-Es kommt darauf an was der Spieler daraus macht!
8.0
Gameplay
-einfaches Geprügel mit wenig Tiefgang
6.0
Multiplayer
-In Gesellschaft urkomisch
7.0

Unser Bewertungssystem findest du hier.

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