Dracula – Undead Awakening Review

Dracula – Undead Awakening hat nun schon einiges mitgemacht: Zuerst ist der Titel als App fürs iPhone unter dem Namen iDracula erschienen, und Ende letzten Jahres für die PSPGo als Mini-Anwendung wieder auferstanden.

Nun haben wir es hier mit der dritten, beziehungsweise vierten Inkarnation (zählt man die WiiWare Version dazu) des Fürsten der Finsternis zu tun. Verbreitet er immer noch Angst und Schrecken oder ist er nur noch lebloses Gerippe? Unser Test wird es klären.

Umfang VS. Süchtig machendes  Konzept

Ohne Frage – Wer Dracula – Undead Awakening zum ersten Mal startet wird schnell enttäuscht dreinblicken: Mit lediglich 3 Karten und 4 Spielmodi sieht es zunächst sehr mau aus. Spielen kann man in einer Schneelandschaft, auf einem Friedhof und in der Eingangshalle eines Schlosses. Dazu hat man die Auswahl zwischen den Spielmodi „Survival“, „Super Survival“, „Rush“ und „Wave Attack“.

„Survival“ und  „Super Survival“ sind sich ähnlicher als Zwillinge, die Unterschiede sind nur marginal. Es geht darum (wie in allen anderen Modi auch) solange es geht am Leben zu bleiben und Punkte, sowie Omen zu kassieren um im Rang aufzusteigen. Um euch das Leben als Monsterjäger zu erleichtern lassen die Gegner gelegentlich Gesundheitstränke, Munition und Waffen fallen. Im „Super Survival“ Modus gibt es dazu noch ein paar weitere Extras wie Zeitstop oder Itemexplosionen. Sobald genug Monster das Zeitliche gesegnet haben könnt ihr außerdem neue Fähigkeiten erwerben und z.B. schneller laufen oder mehr Schaden austeilen.

Der „Rush“ Modus ist der wohl schnellste Modus von allen: Keine Extras. Keine Tränke. Keine neuen Fähigkeiten. Dafür darf man sich eine durchschlagskräftige Waffe mit unendlich Munition aussuchen und muss damit solange es geht gegen eine unzählbar hohe Anzahl Gegner gleichzeitig ankämpfen.

Der wohl strategischste Modus ist „Wave Attack“. Nach jeder Welle von Gegnern habt ihr die Möglichkeit in einem „Laden“ Waffen und Munition sowie Gesundheitstränke zu kaufen. Die gefallenen Gegner hinterlassen euch das hierfür nötige Kleingeld. Als Fähigkeiten kann man in diesem Modus nur Gesundheits-, Schadens-, Nachlade- und Verdienstupgrades in verschiedenen Stufen erwerben. Hier hat man nun die Qual der Wahl: Neue Waffe oder auf eine bessere Waffe sparen? Mehr Gesundheit oder mehr Einkommen um schneller an bessere Waffen zu kommen? Diese Fragen können in diesem Modus über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Nachdem man von den Monstern besiegt wurde ist das Ergebnis überall gleich: Eure Punktzahl wird in einer Highscoreliste eingetragen und es geht von vorne los.

Gameplay:

An der Steuerung gibt es nichts auszusetzen: Die DSi Version des Spiels hat wohl die beste und präziseste Steuerung aller Versionen. Man kann sich auf dem Steuerkreuz (oder als Linkshänder auf den Buttons) fortbewegen und mit dem Stylus zielsicher die Feinde eliminieren. Zudem kann man das Spiel wie auf der PSPGo steuern: Bewegen auf dem Steuerkreuz und auf den Knöpfen in verschiedene Richtungen zielen. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit für Linkshänder die Steuerung umzukehren.

Präsentation:

Die Präsentation liegt nur etwa auf Gameboy Advance Niveau, dies tut dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch. Der Hintergrund der einzelnen Karten ist detailreich gestaltet, nur der Protagonist und die Monster wirken etwas pixelig. Zum Ton bleibt nicht viel zu sagen, die Waffen haben passende Geräusche und die Monster geben ab und an mal einen Schrei von sich. Standardkost eben. Die Hintergrundmusik bietet ganze zwei Musikstücke, nämlich eines für das Menü und eines für das eigentliche Spiel. Die Musik ist zwar passend und untermalt das Geschehen gut, hat jedoch nicht das Zeug zum Ohrwurmcharakter. Sobald der DSi aus ist kann man sich beim besten Willen nicht mehr an die Musik erinnern.

Fazit:

Was Chillingo mit Dracula – Undead Awakening abliefert ist schon erstaunlich: Keine Story,  kaum Inhalt und Präsentation auf GBA Niveau. Trotz allem fesselt das Spiel durch sein packendes Gameplay und sein süchtig machendes Konzept. Hier zeigt sich wieder einmal, dass die Präsentation (oder Grafik) nicht alles ist und der Leitspruch Spielspaß ist wichtiger als Grafik immer noch gilt. Die einzig wünschenswerte Verbesserung wäre ein Onlinehighscore. Wer diesen Titel noch nicht für iPhone oder PSPGo hat und sich für hirnlose Ballerei begeistern kann sollte auf jeden Fall zugreifen.

[von Markus Bürster]

Gesamt 8.3 Story
-die ging wohl verloren…
0.0
Präsentation
-Grafik auf GBA Niveau und Musik ohne Erinnerungswert
6.5
Gameplay
-Perfekte und präzise Steuerung
9.0
Multiplayer
-nicht vorhanden, aber ein Onlinehighscore wäre wünschenswert gewesen
x.x

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