über die Auswirkungen der Gewaltdarstellung auf das Verhalten Jugendlicher im Alltag

Ich möchte in diesem Artikel meine Meinung über ein immer noch aktuelles Thema beschreiben, welches von derzeitigen politischen Themen mittlerweile überschattet wird. Gewalt in Videospielen betrifft jeden, der einen sogenannten „Egoshooter“ sein Eigen nennt. Die Diskussionen bezüglich der zuletzt stattgefundenen Amokläufe heizten die Debatte über das Denkverhalten und der „Hemmschwelle“ der Jugendlichen an, was eine solche Tiefe erreichte, dass selbst Politiker dies als Anhang nutzten, um in ihrer Kampagne Werbung zu machen. Neben Filmen, welche Gewaltdarstellungen darbieten sind es vor Allem die Videospiele, die in das Fadenkreuz der Politik gerieten. Ich möchte hier meine Meinung bezüglich dessen erläutern.

Wie kam es zu einer solchen Diskussion überhaupt? Hauptargument der Politiker sind wohl oder übel die Videospiele, da bei fast jedem Schulamokläufer auf dessen Festplatte ein „Egoshooter“ ausfindig gemacht werden konnte. Grund genug um Videospiele als Sündenbock für die Gesellschaft zu entblößen. Gewalt in Videospielen wird insofern angeprangt, da die Gewalthandlungen nicht einfach nur stattfinden, sondern der Spieler aktiv die Möglichkeit besitzt in das Geschehen einzugreifen. Entweder er lässt den Feind ziehen oder er verpasst seinem Opfer eiskalt einen tödlichen Schuss in den Kopf. Selbstverständlich wird in Deutschland die Gewalt in Videospielen stark eingeschränkt durch die USK, welche mehr oder weniger sehr scharf Gewaltdarstellungen in Spielen zensieren und die jeweiligen Spielen heraus selektieren. Desweiteren bewegt man in einem „Egoshooter“ keine Hauptfigur an sich, man sieht aus dem Auge des Charakters selbst und kann sich somit mehr mit ihm identifizieren.

Jedoch was führt die Allgemeinheit der Politik dazu zu behaupten, dass jene spiele das Verhalten der Spieler beeinflusst? Es sprechen laut Privatfernsehen und Zeitschriften viele Argumente dafür, dass Videospiele sich negativ auf das Interagieren der Spieler in der Realität auswirken. Einige sind der Meinung, die sogenannte „Hemmschwelle“ wird früher überschritten – heißt, die Bereitschaft zum Abdrücken der echten Waffe steigt. Zudem wird das Bild der Videospiele damit sehr in Mitleidenschaft gezogen, da wirklich nur extremste Gewaltszenen als Beispiele genommen werden, welche hierzulande eher selten sind. Die Argumente, welche pro Videospiele sprechen werden dabei meist mit Bildern des Schreckens überschattet. Man nehme das Beispiel „Counterstrike“.  Neben der eigentlichen Mission wird die Intention des Spiels in Funk und Fernsehen völlig missverstanden. Das Ziel besteht darin, in Teamarbeit und Strategie das endgültige Ziel zu erreichen,  den Sieg über die andere Mannschaft. Zudem fordert das Spiel die koordinierte Nutzung von Kommunikation unter den jeweiligen Spielern. Die Gewalt spielt nur die Nebenrolle. Nebenbei lässt sich das Blut heutzutage auch abstellen, wenn es in heutigen Spielen in Deutschland zu finden  ist.

Werden überhaupt andere Argumente für die Gewaltbereitschaft genannt? Es gibt sie definitiv, leider werden jeweilige Dinge nur selten erläutert. Neben Videospielen existieren auch Filme, Gewaltfilme oder Horror/Thriller etc… Beispiel James Bond: Ein Quantum Trost. Während der eigentliche Film ab 16 eingestuft wird,  erhält das dazugehörige Videospiel eine 18+ Wertung.  Aber zurück zum Thema. Auch die Erziehung und das Umfeld sind für die Entwicklung des Kindes ein großes A und O, wurde doch bei vielen Schülern das Problem von Mobbing und Misshandlung in der Schule genannt. Ein letztes Argument – um auch mal ein Ende zu finden – ist der Besitz der Waffe selbst. Es ist die Pflicht der Erziehungsberechtigten die Waffe vom Kind unerreichbar zu halten. Außerdem wurde bei den meisten auch Bildmaterial gefunden, welches die ungenehmigte Verwendung der Schusswaffe durch den Schüler dokumentiert. Somit eine Straftat vor der eigentlichen Straftat.

Meine Meinung: Lange Rede kurzer Sinn. Leider spielt die Gewalt in Videospielen immer mehr eine große Rolle. Glücklicherweise werden jedoch auch Konzepte an den Verbraucher gebracht, welche originelle Spielideen anstatt rohe Gewalt bieten. In diesem Sinne auch eine gute Alternative zum „Egoshooter“. Einen „Egoshooter“ zu spielen ist aber auch nicht falsch. Es fördert zumindest die Teamfähigkeit wenn mit anderen zusammen gespielt wird und man muss auch zugeben, dass die Präsentation in „Egoshootern“ meist großartig ist, was ein Pluspunkt ist, solange nicht übertrieben wird. Spielen in gewogenem Maß.

[Von Martin Isengard]

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